Versicherung im Fokus: Vermögensschaden und Berufshaftpflicht

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist eine betriebliche Versicherung für Berufsgruppen, die aus ihrer beratenden Tätigkeit heraus, fremde Vermögensinteressen wahrnehmen. Also eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung für beratende, prüfende und vollstreckende Berufsgruppen, die als betriebliche Versicherung weit über die Haftpflichtversicherung hinaus reicht.

Die Berufshaftpflichtversicherung ist für Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte gesetzlich vorgeschrieben.

Rechts- und Patentanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater sowie vereidigte Buchprüfer erfüllen höchst verantwortungsvolle Aufgaben.

Häufig handeln sie direkt im Namen ihrer Mandanten. Durch die sich verändernde Gesetzgebung, durch Termindruck und andere Faktoren können unbeabsichtigt Beratungsfehler oder Fristversäumnisse entstehen. Dies kann bedeutende Vermögensverluste bei Mandanten zur Folge haben. Oft werden die Fehler erst Jahre später entdeckt.

Schadenbeispiel:

Frist versäumt

Die engagierte Steuerberaterin Frau Müller hat die fristgerechte Einreichung eines Zulagenantrages versäumt. Dadurch entgehen ihrem Mandanten Fördergelder in Höhe von 45.000 €. Der Kunde hat diese Gelder fest einkalkuliert und fordert die entgangene Summe nun als Schadensersatz von Frau Müller.

Eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflichtversicherung schützt sie umfassend vor den finanziellen Folgen bei Vermögensschäden.

TIPP:

Da diese Versicherung zum Beginn einer Beratertätigkeit vorgelegt werden muss, wählt man häufig die vorgeschriebene Versicherungssumme um Kosten zu sparen.

Diese reicht häufig nicht mehr aus, wenn man am Markt Fuß gefasst hat und größere Mandate betreut.

Also unbedingt die Summen prüfen oder noch besser, prüfen lassen -  denn auch der Versicherungsberater unterliegt dieser Haftung.

 

Nikolas Riede

Geschäftsführender Gesellschafter

Riede und Sykora GmbH + Co. KG