Versicherung im Fokus: Produkthaftpflicht

Eine betriebliche Versicherung, die eventuelle Schäden an Dritten abdeckt, die durch fehlerhafte Produkte Ihres Betriebs entstanden sind. Man kann diese betriebliche Versicherung mit der oben beschriebenen Betriebshaftpflicht verbinden. Die Produkthaftplicht ist eine betriebliche Versicherung, die explizit für das produzierende Gewerbe sowie Lieferanten und Lizenznehmer relevant ist.

Schadenbeispiel:

Firma Maier ist Hersteller von Schlauchsystemen und liefert an seinen Abnehmer Schlauchverbindungen, die einem Druck von bis zu 5 bar standhalten sollen. Beim weiteren Einsatz stellt sich heraus, dass die Schläuche schon bei einer Belastung von 2,5 bar platzen. Ein Angestellter des Abnehmers wird dadurch verletzt und Teile der Werkstatteinrichtung werden beschädigt.

Tipp:

Zusätzlich können Ansprüche aus der erweiterten Produkthaftpflicht mitversichert werden, z. B.:

  • Weiterver- und Weiterbearbeitungsschäden: Vermögensschäden

durch Weiterverarbeitung mangelhafter Erzeugnisse

  • Aus- und Einbaukosten: Vermögensschäden durch Einbau mangelhafter Erzeugnisse in ein Gesamtprodukt

Schadenbeispiel:

Mangelhaft gelieferte Zulieferteile der Firma Ungenau führen trotz Endkontrolle beim Abnehmer zu Folgeschäden an den hergestellten Produkten; außerdem muss der Abnehmer erhebliche Kosten aufwenden, um die fehlerhaften Zulieferteile aus anderen, bis dahin unbeschädigten Produkten auszubauen und mangelfreie Teile einzubauen.

Höhe der Ersatzforderungen: 230.000 €

 

Ob die erweiterte Produkthaftpflicht Bestandteil Ihres Vertrages ist, gilt es unbedingt zu prüfen!

 

Nikolas Riede

Geschäftsführender Gesellschafter

Riede und Sykora GmbH + Co. KG